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Alpgenossenschaft Triesenberg
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Die Alpe Sücka ist von Ende Mai
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Alpe Turna

Turna (Quelle: Hist. Lexikon)

Alp im Hochtal Malbun, Gemeinde Triesenberg, 1800 m ü.M. (Alpgebäude), 337,4 ha, davon 104 ha produktive Weidefläche. Grenzt westlich an die Alp Pradamee (Vaduz), südlich an Sareis (Triesenberg) und Gritsch (Schaan), nördlich an Sass (Schaan), östlich an Sareis. Name vom Plural des abgegangenen Mundartworts Turn zu Deutsch Turm (Felskopf).

Es bestehen keine frühen urkundlichen Erwähnungen; Turna wurde einfach mit «Malbun» bezeichnet. Schon im Lehensbrief von 1355, durch welchen die Triesenberger u.a. die Alp «Melbun» von Vaduz/Schaan als Lehen erhielten, war das Gebiet von Turna mit inbegriffen. Der Name Turna wurde noch 1911 nur für den Platz um die Alphütte verwendet. Zu Streitigkeiten kam es gelegentlich mit den Vaduzern und Schaanern wegen der Holznutzung, des Schneefluchtrechts oder Grenzverletzungen. Turna war traditionell eine Kuhalp. Aber erst 1890, zwei Jahre nach der Einführung der Gemeinschaftssennerei auf den Triesenberger Alpen, entstanden das Stall- und das Sennereigebäude. 1928 wurden 75 Kühe gesömmert, 1984 noch zwei. Turna wird seit einigen Jahren zusammen mit der Galtviehalp Sareis betrieben. Für beide Alpen ist die max. Bestossung auf je 75 Grossvieheinheiten festgesetzt. 2004 wurden auf Turna-Sareis 18 Kühe ohne Verkäsung, 156 Rinder, 7 Kälber sowie 19 Pferde gesömmert. Seit 1963 ist das Gebiet durch eine Sesselbahn und ein Bergrestaurant für den Sommer- und Wintertourismus erschlossen.

Quelle: Herbert Hilbe, «Sareis», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Turna, abgerufen am 1.2.2019.

Alpe Sareis

(Quelle: Hist. Lexikon)

Alp im Gamperdonatal östlich des Sareisergrats, Gemeinde Triesenberg, 1525–2365 m ü.M., 273,3 ha, davon 112 ha produktive Weidefläche. Grenzt im Osten und Norden an die Gemeinde Nenzing (Vorarlberg), im Westen und Norden an die Triesenberger Alp Turna. Name zu rätoromanisch serra (Engpass, Verschluss); in Triesenberg oft Uberem Grad (hinter dem Grat) genannt.

Erste Erwähnung 1542 als Serris, als die Triesenberger und die Nenzinger die Grenzen festlegten (Bestätigung des Grenzverlaufs 1639). Die Triesenberger hatten auf der Nenzinger Alp Gamperdona das Schneefluchtrecht für Schafe und Ziegen. 1960 wurde die Landesgrenze zwischen Österreich und Liechtenstein im Bereich der Alp Sareis neu vermarkt und vertraglich festgelegt. Ein Teil der Alp lag nun auf österreichischem Hoheitsgebiet. Sareis ist eine Galtviehalp. 1928 wurden 178 Rinder gesömmert. In jüngerer Zeit wird die über keine Zufahrtsstrasse und Stallgebäude verfügende Alp Sareis zusammen mit der Alp Turna betrieben und mit gemeinsam max. 150 Grossvieheinheiten bestossen (2004 141,8 Grossvieheinheiten). Die seit 1963 durch den Sessellift Sareis und das Bergrestaurant Sareiserjoch (2015 m ü.M.) erschlossenen Skipisten liegen im Gebiet der Alp Turna.

Quelle: Herbert Hilbe, «Sareis», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Sareis, abgerufen am 1.2.2019.